Wer SmartThings in Home Assistant nutzt, sollte sich den Dezember vormerken. Samsung hat jetzt konkret erklärt, wie die Integration auf einen kostenpflichtigen Cloud-Zugang umgestellt werden soll. Für den Wechsel ist nur ein kurzes Zeitfenster vorgesehen. Wer etwa den Status seiner Samsung-Waschmaschine über SmartThings ins Dashboard holt, muss deshalb genauer hinschauen.
Der neue Anlass ist die offizielle Home-Assistant-Ankündigung von SmartThings vom 4. November. Die allgemeine API-Preisumstellung hatte Samsung bereits am 30. Oktober erläutert. Jetzt gibt es den konkreten Fahrplan für die bisherige Home-Assistant-Verbindung.
Diese drei Termine zählen
Damit liegen zwischen dem geplanten Erscheinen der neuen Integration und dem Stichtag knapp zwei Wochen. Das ist der unangenehme Teil der Nachricht: Es reicht nicht, irgendwann im Dezember ein Abo abzuschließen. Die Verbindung muss nach dem neuen Verfahren eingerichtet werden.
SmartThings kündigt an, dass sich ab dem Dezember-Release die alte Integration nicht mehr neu konfigurieren lässt. Bestehende Installationen bekommen eine Übergangsphase. Für den dauerhaft weiterlaufenden Cloud-Zugriff wird anschließend der Developer Plan benötigt.
4,99 US-Dollar sind noch kein deutscher Endpreis
Auf der offiziellen Tarifseite steht für den Developer Plan ein öffentlicher Listenpreis von 4,99 US-Dollar pro Monat. Das ist keine bestätigte deutsche Endpreisangabe. Samsung weist auf regionale Verfügbarkeit und auf Steuern hin, die im US-Preis nicht enthalten sind. Maßgeblich sind die Konditionen, die dir für dein Konto angezeigt werden.
Für deutsche Nutzer ist immerhin die Länderfrage geklärt: Deutschland steht in der aktuellen offiziellen Verfügbarkeits-FAQ. Österreich und die Schweiz werden dort derzeit nicht genannt. Vor einer Entscheidung solltest du deshalb prüfen, ob der Tarif für dein konkretes Samsung-Konto angeboten wird.
Enthalten sind laut Tarifseite bis zu 100.000 API-Aufrufe pro Monat und bis zu zehn installierte Apps. Die zehn Apps sind nicht mit zehn physischen Geräten gleichzusetzen. Samsung beschreibt außerdem eine Nutzungsübersicht im Developer Center, in der sich Aufrufe und Installationen verfolgen lassen.

Die App bleibt frei, der zusätzliche Cloud-Weg kostet
Für den Alltag ist vor allem der Verbindungsweg entscheidend. Bedienung in der SmartThings-App, Routinen innerhalb dieser App und lokale Edge-Treiber beziehungsweise Hub-Anbindungen bleiben nach Samsungs Erläuterung kostenlos. Kostenpflichtig wird der direkte Cloud-API-Zugang für entsprechende externe Anwendungen.
Genau dort hängt die SmartThings-Integration von Home Assistant. Eine Fertigmeldung oder Gerätesteuerung, die über diese Verbindung läuft, ist deshalb anders zu bewerten als dieselbe Funktion in Samsungs eigener App. Für jede Samsung-Komponente pauschal ein Abo einzuplanen wäre aber genauso falsch: Andere lokale Integrationen sind nicht automatisch dieser SmartThings-Cloud-Zugang.
Das ist auch der Unterschied zu den zuletzt angekündigten lokalen SmartThings-Funktionen. Eine Plattform kann intern mehr Aufgaben lokal erledigen und für die Anbindung einer anderen Zentrale trotzdem einen kostenpflichtigen Cloud-Weg vorsehen.
Was du im Dezember umstellen sollst
Nach dem angekündigten Verfahren brauchst du die neue Home-Assistant-Version, einen aktiven Developer Plan und ein kurzlebiges persönliches Zugriffstoken, einen sogenannten PAT. Dieses 24-Stunden-Token ist für die Einrichtung einer benutzerdefinierten OAuth-App vorgesehen. Daraus folgt nicht, dass du anschließend jeden Tag von Hand ein neues Token eintragen sollst.
Der von SmartThings beschriebene Wechsel umfasst das Entfernen der bisherigen Integration und das erneute Hinzufügen über den neuen Einrichtungsdialog. Geräte und Automationen sollen laut Hersteller dabei wieder zugeordnet werden. Das ist die angekündigte Funktionsweise, kein von uns bereits durchgeführter Migrationstest.
Heute musst du dafür nichts löschen. Die neue Integration ist erst für den 2. Dezember vorgesehen. Sinnvoll ist jetzt, den Termin einzuplanen, den Kontozugang zu prüfen und die betroffenen Abläufe festzuhalten. Vor dem tatsächlichen Wechsel gehört ein Backup dazu. Was du für eine Wiederherstellung bereithalten solltest, erklärt unser Home-Assistant-Backup-Notfallkit.
Das bisherige Prinzip im Smartzeug-Video
In meinem Video zum März-Release 2025 beginnt das Kapitel „SmartThings mit Home Assistant verbinden“ bei 06:54. Es zeigt den damaligen Einstieg. Die geplante Dezember-Umstellung und die neuen Tarifbedingungen sind darin noch nicht enthalten.
Mehr Aufrufe sind nicht automatisch mehr Komfort
SmartThings weist darauf hin, dass ein erreichtes API-Limit die Funktion der Integration beeinträchtigen kann. Die neue Anbindung soll Statusänderungen über Server-Sent Events effizient empfangen, statt alle Werte ständig abzufragen. Eine Garantie, dass jede Installation mit dem enthaltenen Kontingent auskommt, ergibt sich daraus nicht.

Welche Alternativen bleiben?
Bei ohnehin lokal nutzbaren Geräten lohnt sich ein Blick auf den direkten Weg. Unterstützte Zigbee-Geräte können über eine passende Zentrale direkt mit ZHA in Home Assistant verbunden werden. Ein Zigbee-Gerät gehört dabei immer nur zu einem Zigbee-Netz. Ein Umzug ist deshalb mehr als ein zusätzlicher Haken in den Einstellungen.
Für passende Geräte bietet die Matter-Integration einen lokalen Verbindungsweg. Das hilft aber nur, wenn genau dein Gerät Matter unterstützt und die benötigten Funktionen darüber bereitstellt. Eine bisher nur per Cloud angebundene Waschmaschine bekommt durch diese Nachricht keine neue lokale Schnittstelle.
Meine erste Frage wäre deshalb: Welche SmartThings-Funktionen nutze ich in Home Assistant tatsächlich? Für eine einzelne Komfortanzeige fällt die Antwort auf ein dauerhaftes Abo womöglich anders aus als für mehrere wichtige Abläufe. Diese Bestandsaufnahme kannst du jetzt erledigen. Den eigentlichen Wechsel solltest du erst mit der angekündigten neuen Integration angehen und anschließend jede wichtige Automation testen.




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