USV VERGLEICH

USV vom NAS-Hersteller oder freie USV? Eine Entscheidung, die man einmal richtig treffen sollte

NAS

Eine USV kauft man meistens nicht aus Lust, sondern aus Vernunft.
Stromausfälle passieren selten aber wenn, dann genau im falschen Moment. Und spätestens dann entscheidet sich, ob dein NAS sauber herunterfährt oder ob du danach Logs, Dateisysteme und Nerven sortierst.

Die eigentliche Frage lautet dabei nicht ob eine USV sinnvoll ist, sondern:

Nehme ich die USV vom NAS-Hersteller oder eine freie Lösung wie von Eaton oder APC?

Beides klingt erstmal richtig. Beides kann funktionieren.
Aber es sind zwei völlig unterschiedliche Philosophien.


Warum eine USV beim NAS kein „Nice-to-have“ ist

Ein NAS ist kein ausgeschalteter Klotz, der nur Daten lagert.
Es schreibt, indiziert, synchronisiert, verarbeitet Backups, Container oder Datenbanken oft rund um die Uhr.

Wird es dabei hart vom Strom getrennt, kann das:

  • laufende Schreibvorgänge abbrechen
  • Dateisysteme beschädigen
  • im ungünstigen Fall Daten kosten

Eine USV soll genau das verhindern. Entweder, indem sie kurz überbrückt oder indem sie dem NAS Zeit gibt, sauber herunterzufahren. Und genau an diesem Punkt trennen sich die beiden USV-Welten.


USV vom NAS-Hersteller: bequem, aber eng gedacht

Eine Hersteller-USV ist in der Regel genau das, was sie verspricht:
passend zum eigenen NAS.

Anschließen, aktivieren, fertig.
Kein Gefummel, keine Zusatzsoftware, kein Nachdenken über Kompatibilität. Das NAS weiß, was die USV tut und umgekehrt.

Für ein einzelnes NAS ist das angenehm. Sehr sogar.

Das Problem beginnt nicht heute, sondern morgen.
Denn diese Lösungen sind fast immer proprietär. Sie funktionieren gut aber nur innerhalb des eigenen Ökosystems. Ein zweites NAS, ein anderer Hersteller oder ein zusätzlicher Server? Meist Fehlanzeige.

Was heute bequem ist, wird schnell zur Grenze.


Freie USV: weniger Komfort, mehr Zukunft

Freie USVs von Herstellern wie Eaton, APC oder CyberPower sind das Gegenteil.
Sie sind nicht hübsch integriert, nicht „plug & play“ dafür aber offen.

Sie sprechen Standards.
USB-HID, NUT, Netzwerk-Shutdowns. Dinge, die nicht sexy klingen, aber dafür sorgen, dass:

  • mehrere Systeme reagieren können
  • unterschiedliche Hersteller kein Problem sind
  • dein Setup wachsen darf

Ja, sie sind größer.
Ja, sie brauchen mehr Konfiguration.
Und ja, sie sind oft teurer.

Aber sie entscheiden sich nicht vorab, was dein Setup darf und was nicht.


Die eigentliche Frage, die man sich stellen sollte

Es geht nicht um „besser“ oder „schlechter“.
Es geht um diese eine Frage:

Bleibt mein Setup so oder wächst es?

Wenn dein NAS allein steht und das auch so bleiben soll, ist eine Hersteller-USV völlig legitim. Sie macht ihren Job und nervt nicht.

Wenn du aber weißt, dass irgendwann noch etwas dazukommt ein zweites NAS, ein Home-Server, Virtualisierung oder mehr Infrastruktur – dann kaufst du mit einer freien USV nicht nur Strompuffer, sondern Handlungsspielraum.


Mein Fazit nach vielen Setups

Hersteller-USVs sind wie maßgeschneiderte Schuhe:
Bequem, solange dein Fuß gleich bleibt.

Freie USVs sind wie Wanderschuhe:
Nicht ganz so elegant aber du kommst überall hin.

Bequem schlägt flexibel.
Bis es das nicht mehr tut.

Und genau deshalb sollte man diese Entscheidung nicht zwischen Tür und Angel treffen.

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